Was bedeutet die gestiegene Inflation für die Sparer?

Was bedeutet die gestiegene Inflation für die Sparer?

Letzen Monat lag ist die Inflation auf 1,9 Prozent gestiegen. Dieser Trend ist schon seit Ende letzten Jahres zu sehen. Mit 1,9 Prozent liegen wir nun deutlich über den 10-jährigen Inflationsschnitt. Für Sparer ist das eine erschreckende Nachricht, denn sie müssen nun überlegen wo und wie sie Ihr Geld gegen den Kaufkraftverlust schützen.

Inflation, was ist das eigentlich?

Als Inflation wird eine allgemeine und anhaltende Erhöhung der Preise von Gütern bezeichnet. Anhand der jährlichen Preisänderung von Produkten eines festgelegten Warenkorbs misst das Statistische Bundesamt die Inflation. In dem Warenkorb befinden sich ca. 750 Güter aus allen Bereichen des Lebens, dazu zählen Lebensmittel, Mieten, Strom- und Heizkosten usw. Aber auch Benzin und Kosten für öffentliche Verkehrsmittel nehmen einen Großteil des Warenkorbs ein. Das Statistische Bundesamt vergleich und prüft jedes Jahr die Preise der einzelnen Artikel, aus der Verteuerung der einzelnen Waren ergibt sich dann die Inflation.
Einfach gesagt ist die Inflation die jährliche Steigung der Lebenshaltungskosten. Im nächsten Jahr müssen wir mehr Geld für unsere Einkäufe bezahlen gegenüber heute. Für euch als Sparer bedeutet das im Umkehrschluss, eure auf dem Bankkonto angespartes Guthaben wir weniger, da Ihr euch im nächsten Jahr von dem Guthaben nicht mehr so viel kaufen könnt.

Ein Tagesgeldkonto hilft nicht

Vielen ist durch die niedrige Inflation gar nicht bewusst, was die schlechten Zinsen für eine Auswirkung auf Ihr erspartes haben. Denn wenn ihr euch vor drei Jahren 1.000 EUR beiseitegelegt hattet, beispielsweise für einen Fernseher, könnt ihr euch diesen heute trotzdem kaufen, da dieser nicht teurer geworden ist. Hätten wir in den letzten drei Jahren jedoch eine Inflationsrate von 2 Prozent gehabt, würde der Fernseher nun 1.061,21 EUR kosten. Nun reicht euer Geld nicht mehr und ihr müsstet noch 61 EUR drauflegen um ihn zu kaufen. An einem solchem Beispiel wird einem ganz gut aufgezeigt wie schnell sich das Geld bei einer gestiegenen Inflation entwertet, denn Zinsen gibt es im Moment keine aufs Tagesgeldkonto. Als Sparer steht Ihr nun vor der Frage: Wie kann ich mein Geld am besten gegen die Geldentwertung schützen? Oder um es zusammenzufassen: Wo bekomme ich mehr als 1,9 Prozent Zinsen?

In Deutschland braucht man gar nicht erst nach Tages- und Festgeldkonten suchen. Die Verzinsung ist meilenweit von den 1,9 Prozent entfernt. In Europa gibt es ein paar Banken die noch über 1,5 Prozent für ein Festgeldkonto bieten. Ich kann aber verstehen, wenn ihr ein mulmiges Gefühl bekommt, wenn euer Geld bei einer Bank in Portugal oder Estland liegt, auch wenn Einlagen dort auch bis 100.000 EUR gesichert sind.

 So schlage ich die Inflation

Was gibt es sonst noch für Möglichkeiten? Alternativen können beispielsweise Staats- und Unternehmensanleihen oder Fonds und Aktien sein. Einige Länder bieten mittlerweile wieder Staatsanleihen mit Verzinsungen von über 2 Prozent. Italienische Staatsanleihen kommen beispielsweise auf einen Zins von 2,3 Prozent, portugiesische auf 4,1 Prozent und griechische sogar auf 7,4 Prozent. Ein ähnliches Bild spiegelt sich bei Unternehmensanleihen wieder. Grundsätzlich gilt, je schlechter ein Staat oder Unternehmen geratet wurde, desto besser ist die Verzinsung. Das kann man gut an dem Beispiel Griechenland sehen.

Aber auch reale Finanzprodukte, wie Aktien und Rohstoffe, können für euch interessante Anlageklassen in Zeiten höherer Inflation sein. Diese Anlageklassen profitieren sogar von steigenden Preisen. Aus einer Untersuchung des VZ Vermögenszentrums geht hervor, dass Aktien in der Vergangenheit die Inflation immer geschlagen haben. So wurde untersucht, wie die jährliche Rendite ausgefallen wäre, wenn jemand 15 Jahre in DAX Aktien investiert hätte. Bei der Untersuchung wurden sämtliche Zeitperioden des DAXes untersucht. Das Ergebnis ist für viele vielleicht etwas überraschend, denn im Durchschnitt hätte der DAX 8,7 Prozent erzielt. Der Beste Zeitraum lag sogar bei 15,7 Prozent jährlicher Rendite und selbst wenn man auf einem Höchststand eingestiegen wäre, lag die schlechteste Performance immer noch bei 2,5 Prozent.

Also grade wenn Ihr euer Geld langfristig sparen wollt, beispielsweise für die Altersvorsorge oder eine Wohnung usw., solltet Ihr auch Aktien und Fonds mit in eure Überlegung einbeziehen. Selbst wenn euch Schwankungen Bauchschmerzen bereiten, wäre es vielleicht eine Überlegung wert, einen Teil des Geldes in Fonds zu investieren und den anderen in klassische Rentenversicherungen oder ähnliches.

Wie man das in einem Produkt kombiniert zeige ich euch gerne. Nehmt einfach Kontakt mit mir auf.