Steuererleichterung für Hochwasserschäden

Die Unwetter in den letzten Wochen, haben Deutschland hart getroffen. Kleine Bäche sind zu reißenden Flüssen geworden, Innenstädte standen komplett Unterwasser. Wir alle kennen die Bilder aus Braunsbach. Dort wurde das Stadtzentrum durch eine Geröll- und Schlammlawine komplett zerstört. Hunderte Häuser sind betroffen und viele Menschen stehen vor ohne Haus da.

Der Staat möchte den Unwetteropfern nun helfen, selbst denen die keine Versicherung gegen Elementarschäden haben.
Aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die Finanzbehörden der Länder, geht hervor, dass die Betroffenen der Unwetter steuerliche Unterstützung bekommen sollen.
Das Bundesfinanzministerium sieht vor, dass Haus- und Wohnungsbesitzer die Kosten für die Schadenbeseitigung an ihren Immobilien als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG absetzen können. Diese gilt auch wenn „zumutbare Schutzmaßnahmen“ zur Sicherung des Eigentums unterlassen wurden und sich nicht um eine „allgemein zugängliche und übliche Versicherungsmöglichkeit“ bemüht wurde. In der Regel muss in einem solchen Fall nachgewiesen werden, dass man sich um die Sicherung der Immobile und eine Elementarversicherung bemüht hat, um von einer Steuererleichterung zu profitieren.
Die gleiche Steuerunterstützung gilt übrigens nicht nur für Reparaturkosten, sondern auch für die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung.

Neben den steuerlichen Möglichkeit Schäden als außergewöhnliche Belastung anzusetzen. Gewährt die Bundesregierung weitere Unterstützung für Betroffene. Dazu zählen unter anderem Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen, eine vereinfachten Zuwendungsnachweis für Spenden unter bestimmten Voraussetzungen und weiteres.

Alle steuerlichen Maßnahmen findet ihr auf der Webseite des BMF.
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Bild: Bild: Hochwasser in Hanau – Philipp Gerbig